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Fachjargon

In der Ölbranche wirft man gerne mit Fachausdrücken um sich, was die Transparenz für das allgemeine Publikum nicht unbedingt erhöht. Da die Ölgesellschaften nicht gerne über das Ölfördermaximum reden (wobei die Höhe ihrer Aktienkurse sicher eine gewisse Rolle spielt), kommt ihnen diese unverständliche Sprache wohl durchaus gelegen. Auf dieser Seite finden Sie Definitionen einiger der wichtigsten Begriffe.

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General Definitions

Grundbegriffe

Öl

Man würde ja annehmen, dass ein einfacher Begriff wie "Öl" nicht erst lange definiert werden muss. Dies ist leider nicht der Fall.
Erdöl (auch: Rohöl oder Petroleum) ist eine Unterart der als Kohlenwasserstoffe bekannten Substanzen, die zu den sogenannten "fossilen Rohstoffen" gehören. Ein weiterer Kohlenwasserstoff ist das Erdgas. Kohle wird in der Regel nicht zu den Kohlenwasserstoffen gerechnet. Das Öl selbst kommt in verschiedenen Formen vor, deren Konsistenz von flüssig bis teerartig reicht.

Konventionelles Öl

Konventionelle Ölvorkommen werden in der Regel dadurch definiert, dass sie durch primäre oder sekundäre Fördermethoden gewonnen werden können. Diese Methoden umfassen die Förderung durch Eigendruck, Hochpumpen, Fluten mit Wasser oder Einpressen von Wasser bzw. Gasen. Bezeichnet im Allgemeinen leicht zu förderndes Öl im Unterschied zu Ölsanden, Ölschiefer, Schweröl, Tiefseeöl, polarem Öl und Gaskondensat. Etwa 95 % der gesamten Ölproduktion sind konventioneller Art.

Nicht-konventionelles Öl

  • Bitumen: bezeichnet im Allgemeinen Kohlenwasserstoffe im festen bzw. halbfesten Aggregatzustand, definiert durch eine hohe Viskosität (Zähflüssigkeit). Vor allem für die kanadischen Ölsandvorkommen gebräuchlich, aus denen synthetisches Öl gewonnen wird.

  • Kohle- bzw. Erdgas-Hydrierungsprodukte: synthetisch aus der Umwandlung von Kohle oder Erdgas gewonnene flüssige Kohlenwasserstoffe (auch als CtL = "Coal-to-Liquid" oder GtL = "Gas-to-Liquid" bekannt).

  • Tiefseeöl: unterseeische Ölvorkommen ab 500 m Wassertiefe. Werden in der Regel wegen der beträchtlichen Unterschiede bei den geologischen Bedingungen, den Fördermethoden und dem diesbezüglichen Wissensstand zu den nicht-konventionellen Vorkommen gezählt.

  • Schwerst-Rohöl: Öl mit unter 10ºAPI. Die Höhe der Produktion ist eher durch die technisch mögliche Förderrate als durch den Ressourcenumfang beschränkt. Vorkommen vor allem in Venezuela und Kanada.

  • Gaskondensat: Verbindung aus Methan und Eis, die in gelöster Form im Erdgas vorkommen kann. Dehnt sich extrem aus, wenn es schmilzt (wenn der Druck unter den Taupunktwert fällt).

  • Schweres Rohöl: Öl mit weniger als 17,5º API aber mehr als 10º API ("Schwerst-Rohöl"). Die Höhe der Produktion ist eher durch die technisch mögliche Förderrate als durch den Ressourcenumfang beschränkt.

  • Erdgasnebenprodukte (NGL, "Natural Gas Liquids"): Kohlenwasserstoffe, die als natürliche Bestandteile von Erdgas vorkommen, aber separat in flüssiger Form gewonnen werden. Zu den Erdgasnebenprodukten zählen Propan, Butan, Hexan und Heptan, nicht aber Ethan, da dieser Kohlenwasserstoff zur Verflüssigung zusätzlich gekühlt werden muss.

  • Ölschiefer: mit Ölen und Bitumen gesättigtes Sedimentgestein, bei dem keine Umwandlung in Rohöl stattgefunden hat. Kann durch Abbau, Zerstoßen und Erhitzen verflüssigt werden.

  • Polar-Öl: wird in der Regel wegen der beträchtlichen Unterschiede bei den geologischen Bedingungen, den Fördermethoden und dem diesbezüglichen Wissensstand zu den nicht-konventionellen Vorkommen gezählt.

  • Ölsande (Teersande): ein Ölfeld, dessen Oberfläche freiliegt, sodass durch Verdunstung nur ein sehr zäher Teer übrigbleibt. Kann durch Abbau, Erhitzen und Separierung verflüssigt werden.

  • API-Grad: ein Maß für die Rohöldichte (API=American Petroleum Institute).

Förderung

Primärförderung

Hierbei handelt es sich um die erste Stufe der Öl- oder Gasförderung, bei der ausreichender Gas- oder Wasserdruck innerhalb der Förderstätte die Kohlenwasserstoffe auf natürlichem Wege an die Oberfläche bringt. Bei abfallendem Druck wird der zusätzliche Einsatz von Pumpen (etwa der bekannten "Pferdekopfpumpen") erforderlich, aber diese Art der Förderung wird weiterhin als primär betrachtet. Nur etwa 10 - 20 % einer Lagerstätte werden während dieser Stufe gefördert, die dann endet, wenn die Fördermenge unwirtschaftlich klein wird oder zuviel Erdgas bzw. Wasser darin enthalten sind.

Sekundärförderung

Hierbei wird Wasser oder ein Gas extern in die Förderstätte eingepresst, um den Druck künstlich zu erhöhen und damit weitere Kohlenwasserstoffe an die Oberfläche zu bringen. 15 - 40 % einer Lagerstätte können durch die Sekundärförderung gewonnen werden, die dann endet, wenn der Anteil des eingepressten Materials an der Fördermenge zu hoch für eine wirtschaftliche Gewinnung wird.

Tertiärförderung

Bei dieser letzten Stufe kommen ausgeklügelte Techniken zum Einsatz, um den Druck zu erhöhen und das Fließvermögen zu verbessern. Dazu gehört eine Änderung der ursprünglichen Eigenschaften des Erdgases bzw. Rohöls. Die drei hauptsächlich angewandten Methoden sind das chemische Fluten, das Einpressen von CO2 bzw. Kohlenwasserstoffen und die thermische Förderung (Dampffluten oder Verbrennen). 5 - 15 % einer Lagerstätte können mit Hilfe der Tertiärförderung gewonnen werden. Die Tertiärförderung ist auch unter dem Kürzel EOR ("Enhanced Oil Recovery") bekannt.

Recovery Percentages

Das untere Diagramm zeigt den Anteil der einzelnen Förderarten an der potenziellen Gesamtförderung einer Lagerstätte. Daran ist zu sehen, dass selbst im (unwahrscheinlichen) günstigsten Fall 20 % des Öls im Boden verbleiben. Normalerweise sollte man damit rechnen, dass nicht mehr als ca. 60 % einer Lagerstätte tatsächlich förderbar sind.

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Maßangaben

Selbst die Mengenangaben für Rohöl sind verwirrend. Am häufigsten wird aus historischen Gründen die Einheit "Barrel" verwendet, die 42 US-Gallonen enthält (ca. 35 britische Gallonen bzw. 159 Liter). Da Öl normalerweise in sehr großen Mengen verbraucht wird, bietet sich die Verwendung von abgeleiteten Einheiten wie "Megabarrel" oder "Gigabarrel" an. Und um die Verwirrung noch zu erhöhen, werden Ölmengen manchmal auch in Tonnen (bzw. Kilotonnen, Megatonnen usw.) angegeben. Eine Tonne entspricht ca. 7,33 Barrel.

Ein Gigabarrel sind eine Milliarde Barrel. Falls Ihnen diese Maßeinheit extrem vorkommt, bedenken Sie, dass allein der tägliche Weltverbrauch bei über 80 Millionen Barrel liegt (laut BP) – das sind ungefähr 150.000 Liter in der Sekunde! (Stellen Sie sich um die 1000 durchschnittliche Badewannen vor, die in einer Sekunde gefüllt werden.) Die in einem Jahr verbrauchte Menge beträgt ungefähr 29 Milliarden Barrel. Da man einfacher von 29 Gigabarrel spricht, werde ich auf meiner Webseite generell diese Maßeinheit verwenden (abgekürzt als "Gb").

Siehe auch Maßeinheiten und Umrechnungsfaktoren weiter unten.

Aufschlussbohrung (Explorationsbohrung, Wildcat)

Eine spekulative Ölbohrung auf Gelände, dessen Förderpotenzial nicht bekannt ist. Es leuchtet unmittelbar ein, dass eine erhöhte Anzahl von Aufschlussbohrungen bedeutet, dass Öl schwieriger zu finden ist, insbesondere wenn die Bohrungen nicht erfolgreich sind.

Ausgleichsproduzenten (Swing Producers)

Ein Ausgleichsproduzent ist allgemein gesprochen ein Land, dass wesentlich mehr Öl fördert als es verbraucht und dadurch Marktschwankungen ausgleichen kann. Im Besonderen bezieht sich der Begriff auf die fünf Haupt-Ölförderländer des Nahen Ostens - Saudi Arabien, Kuwait, Iran, Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) -, deren enorme Ölreserven sie zu den Ölproduzenten mit Schlüsselbedeutung für die Vorhersage des Ölfördermaximums machen.

OPEC

Die Organisation erdölexportierender Länder (Organisation of the Petroleum Exporting Countries). Auf ihrer Webseite definiert die Organisation ihren Zweck:

Die Organisation besteht aus elf Entwicklungsländer, deren Volkswirtschaften auf den Erlösen des Ölexports beruhen. Eines der Primärziele der OPEC besteht darin, stabile Ölpreise zu sichern, die sowohl für Produzenten als auch für Konsumenten angemessen und zumutbar sind.

Derzeit besteht die Organisation aus Algerien, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi Arabien, den VAE und Venezuela.

Optimisten und Pessimisten

Die Kontrahenten in der Debatte um das Ölfördermaximum. Die Optimisten (die sich vor allem in der Ölindustrie und bei Behörden finden) glauben, dass es ausreichende Ölvorräte gibt und diese noch mindestens weit in unser Jahrhundert hinein ausreichen werden. Bei den Pessimisten handelt es sich vor allem um pensionierte oder unabhängige Geologen, die glauben, dass die weltweite Ölförderung innerhalb der nächsten ein oder zwei Jahrzehnte ihr Maximum erreichen wird. (Sie dürfen raten, welche Seite ich bevorzuge.)

Nettoenergie

Die Nettoenergie ist die Differenz von gewonnener Energie zu aufgewandter Energie bei der Energiegewinnung. Um Energie zu gewinnen, ob nun durch eine Ölbohrung oder ein Windrad, muss zunächst Energie aufgewandt werden, zum Beispiel für Herstellung und Einsatz der nötigen Maschinenausrüstung, die Weiterbehandlung der gewonnenen Rohstoffe in Raffinerien oder den Transport zur Verbrauchsstelle usw. Mithilfe des Konzeptes des Nettoenergie kann man die "Effizienz" verschiedener Energiequellen miteinander vergleichen. Nähere Einzelheiten siehe Alternative Energiequellen.

Erntefaktor (EPR, Energiegewinnrate)

Die englische Abkürzung steht für "Energy Profit Ratio". Eine weitere Möglichkeit, die Nettoenergie (siehe oben) anzugeben. Der Erntefaktor ist das Verhältnis von gewonnener Energie zu aufgewandter Energie. Nähere Einzelheiten ebenfalls siehe Alternative Energiequellen.

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Terminologie der Ölressourcen

Olressourcen

Ressourcen (Alles, was noch da ist)

Alles Öl, sowohl entdeckt als nicht entdeckt, ob förderbar oder nicht.

Förderbare Ressourcen (Was wir heraufholen können)

Der Anteil der Ölressourcen, der als förderbar betrachtet wird. Die Höhe hängt ab von
a) dem Ölpreis (wenn es teurer ist, das Öl zu fördern als es zu verkaufen, lohnt sich die Förderung nicht mehr; andererseits kann ein Anstieg des Ölpreises die Förderung von bisher als unwirtschaftlich betrachteten Ressourcen lohnend machen)
b) dem Stand der Technik (wenn unser Mann in der Grafik eine Leiter kauft, wird das Öl auf der anderen Seite der Mauer förderbar)

Reserven (Können wir heraufholen, Lagerstätte bekannt)

Die förderbaren Ressourcen, die entdeckt sind, aber noch nicht angetastet wurden.

Noch zu entdeckende Reserven ("Yet-to-Find", Können wir heraufholen, Lagerstätte muss noch gefunden werden)

Die förderbaren Ressourcen, die noch nicht entdeckt wurden.

Kumulative Produktion (Haben wir schon heraufgeholt)

Die Ressourcen, die bereits gefördert wurden und entweder verbraucht sind oder auf Lager gehalten werden.

Maximal förderbare Reserven (URR = "Ultimately Recoverable Reserves")

Die ursprünglichen Reserven, entsprechen den förderbaren Ressourcen. Es gilt also:
Maximal förderbare Reserven = Noch zu entdeckende Reserven + Reserven + Kumulative Produktion

Olressourcen

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Erwiesene Reserven (Die vermutliche Höhe der Reserven)

Bezeichnet in der Regel solche Ressourcen aus bekannten Lagerstätten, bei denen geologische und technische Daten mit einiger Sicherheit darauf hindeuten, dass sie in Zukunft unter den bestehenden ökonomischen und betriebstechnischen Verhältnissen förderbar sind. (Definition laut BP)

Anders gesagt handelt es sich nicht um die gesamte Menge des Öls im Boden, sondern nur den als förderbar betrachteten Anteil. Je nach ökonomischen Verhältnissen (d. h. der Höhe des Ölpreises) und dem Stand der Technik kann sich die Höhe der erwiesenen Reserven ändern, was durchaus häufig geschieht.

Erwiesene, wahrscheinliche, mögliche Reserven (Proved, Probable, Possible - P90, P50, P10)

Die tatsächliche Höhe der Reserven wird niemals exakt zu ermitteln sein, aber man kann Abschätzungen vornehmen. Infolgedessen wird die erwartete Höhe der Reserven in der Regel mit Hilfe dreier Kennzahlen angegeben:

  • Erwiesene Reserven (P bzw. P90) Die kleinste Zahl: die Reserven, bei denen sich die Geologen zu 90 % sicher sind, dass sie vorhanden sind (manchmal wird eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben und als P95 bezeichnet).
  • Wahrscheinliche bzw. erwiesene + wahrscheinliche Reserven (2P bzw. P50) Die Durchschnittszahl (Mittelwert): die Zahl, die am wahrscheinlichste die tatsächlich vorhandenen Reserven benennt.
  • Mögliche bzw. erwiesene + wahrscheinliche + mögliche Reserven (3P bzw. P10) Die höchste Zahl: die Reserven, bei denen sich die Geologen zu 10 % sicher sind, dass sie vorhanden sind (manchmal wird eine 5-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben und als P5 bezeichnet).

Wenn beispielsweise Geologen schätzen, dass ein bestimmtes Ölfeld mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit 500 Millionen Barrel enthält, aber nur mit 10-prozentiger Wahrscheinlichkeit 2 Milliarden Barrel, bezeichnet die niedrigere Zahl als P90-Wert und die höhere Zahl den P10-Wert.
Am besten eignet sich für eine Schätzung der P50-Wert. Da eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass der tatsächliche Wert ebenso wahrscheinlich darüber wie darunter liegen kann, sollte sich beim Zusammenzählen einer Reihe von Schätzwerten der Fehler tendenziell aufheben. Bei Verwendung von P90 würde die Höhe des in Zukunft gefundenen Öls wohl unterschätzt, sodass sichere Aussagen zur Erschöpfung der Ölvorräte schwierig zu treffen wären. Die Verwendung von P10 würde zu übertriebenem Optimismus hinsichtlich der Höhe der Reserven führen und ebenfalls Unsicherheiten bei der Abschätzung zukünftiger Trends bewirken.

Reservenanstieg

Verschiedene Länder verwenden unterschiedliche P-Werte (siehe oben) für die Angabe ihrer Reserven. Die US-amerikanische Wertpapierkontrollbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) besteht auf der Nennung des P10-Werts, die frühere Sowjetunion verwendete P90, während die meisten Länder P50 angeben. Das Problem bei der Verwendung des P10-Werts besteht darin, dass die Reserven im Lauf der Zeit zu wachsen scheinen, als ob immer mehr Öl entdeckt würde. Dabei findet man nicht wirklich neues Öl, sondern passt lediglich die Schätzwerte an.

Dieser Reservenanstieg wird von den Optimisten und Wirtschaftswissenschaftlern ins Feld geführt, um den Eindruck zu erwecken, dass die Menge des weltweit verfügbaren Öls anstiege, woraus Diagramme wie das der Weltreserven links unten entstehen (Diagramm R2 auf der Seite Reserven). Wenn man diesen Reservenanstieg zurückdatiert (also den ursprünglich bei der Entdeckung des Ölfelds angegeben Wert anpasst), erhält man ein Diagramm wie das rechts gezeigte (Diagramm R6 auf der Seite Reserven), das ein realistischeres Abbild der Entwicklung der Weltreserven bietet.

Reserve growth

True reserves

Wenn Sie immer noch unsicher sind, was den Reservenanstieg und die Notwendigkeit der Zurückdatierung angeht, schauen Sie sich meine Seite Reservenanstieg leicht gemacht an.

Statische Reichweite (R/P-Verhältnis)

Wenn die am Ende eines Jahres verbleibenden Reserven durch die Höhe der Produktion in diesem Jahr geteilt werden, ergibt sich die Zeitdauer, die diese Reserven bei gleichbleibender Produktionshöhe reichen würden. (Definition laut BP)

Diese Kennzahl wird in der Ölbranche häufig verwendet. Wie wir sehen werden, ist sie relativ nutzlos, es sei denn für den Vergleich der Reichweiten unterschiedlicher Brennstoffe (z. B. Kohle im Vergleich zu Öl).

Erntekurve ("Creaming Curve")

Die Erntekurve ist eine Darstellung der kumulativen Neufunde gegenüber der kumulativen Anzahl der Aufschlussbohrungen (New Field Wildcats, NFW). (Definition nach Jean Laherrère).

Das ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Methode, die Höhe der Ölreserven dadurch zu abzuschätzen, dass man untersucht, wie schwierig die Exploration ist. Dadurch erhält man in der Regel die genauesten Schätzungen. Siehe Erntekurven auf der Seite "Reserven".

Produktion

Bei der Produktion handelt es sich um die Höhe des "Ausstoßes" an Erdöl für ein Feld oder ein Land. In vielen Fällen befindet sich die Produktion auf maximaler Höhe - das Öl wird so schnell gefördert wie nur möglich. Aber einige Länder, insbesondere Saudi Arabien und andere OPEC-Länder (siehe "Ausgleichsproduzenten"), haben Überkapazitäten und reduzieren ihre Produktion, um den Ölpreis hochzuhalten.
Die kumulativen Produktionszahlen sind relativ genau, da die Ölfirmen Durchflussmesser an den Bohrlöchern einsetzen. Etwaige Fehler, etwa das kuwaitische Öl, das 1991 von den irakischen Truppen verbrannt wurde und nicht in den offiziellen Statistiken auftauchte, können problemlos berücksichtigt werden.

Verbrauch

Was der Verbrauch von Öl ist (bzw. die Nachfrage danach), ist nicht schwer zu verstehen. Er erhöht sich in der Regel bei steigenden Bevölkerungszahlen oder im Verlauf der wirtschaftlichen Fortschritte von technologisch weniger entwickelten Ländern. Hohe Ölpreise, Rezessionen und andere wirtschaftliche Turbulenzen führen zu einer Senkung des Verbrauchs.

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Maßeinheiten und Umrechnungsfaktoren

Präfixe für Größenordnungen
Präfix Symbol Faktor Beispiele
Mikro-
µ
ein Millionstel oder 10-6 Ein Körnchen Kristallzucker wiegt ungefähr 1 µg.
Milli-
m
ein Tausendstel oder 10-3 Jeder Meter hat 1000 Millimeter.
Zenti-
c
ein Hundertstel oder 10-2 Ein Meter hat hundert Zentimeter.
Kilo-
k
1.000 oder 103 Ein typischer Haushalt verbraucht etwa 3 kW Energie.
Mega-
M
eine Million oder 106 Ein Kraftwerk, das 5 MW leistet, kann eine Kleinstadt mit Strom versorgen.
Giga-
G
eine Milliarde oder 109 Die Leistung eines modernen Großkraftwerks beträgt ca. 1 GW.
Tera-
T
eine Billion oder 1012 Die Welt verbraucht Primärenergie in Höhe von ca. 12 TW (1997)...
Peta-
P
eine Billiarde oder 1015 ...was ca. 43 PJ pro Stunde...
Exa-
E
eine Trillion oder 1018 .oder ca. 370 EJ im Jahr entspricht.

Tabelle aus "Energy, A Guidebook" von Janet Ramage.

Definitionen

  • Das Joule (J) ist die Einheit der Energie und wird als Arbeit definiert, die durch eine Kraft in Höhe von einem Newton über eine Strecke von einem Meter in Wirkrichtung geleistet wird.
  • Das Watt (W) ist die Maßeinheit der Leistung und wird als Joule pro Sekunde definiert.
  • Eine Kilowattstunde (kWh) ist die während einer Stunde aufgenommene oder erzeugte Leistung von 1 kW.

Umrechnungsfaktoren

  • 1 Barrel Öl = 42 US-Gallonen = 34,972 GB-Gallonen = 158,987 Liter. Die Dichte von Öl ist variabel, der Mittelwert liegt bei ca. 7,3 Barrel pro Tonne (also 1 Barrel = 0,137 Tonnen).
  • 1 Kalorie = 4,19 J
  • 1 BTU (British Thermal Unit) = 1055 J

Energiegehalt verschiedener Materialien

  • 1 Barrel Öl = 5.700 MJ
  • 1 Tonne Öleinheit (TÖE) = 42.000 MJ (42 GJ)
  • 1 Tonne Kohle = 29 GJ (Mittelwert, je nach Kohleart von <20 GJ bis >30 GJ)
  • 1 Tonne Erdgas (Methan) = 55 GJ
  • 1 Tonne Wasserstoff = 130 GJ
  • 1 Tonne Brennholz = 15 GJ
  • 1 Tonne getrockneter Mist (allein schon der Gedanke!) = 16 GJ
 

Inhalt

Grundbegriffe

Terminologie der Ölressourcen

Maßeinheiten und Umrechnungsfaktoren

 

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